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Auf einem richtigen Linuxsystem ist es zwar auch kompliziert, das richtige Encoding einzustellen, aber meistens doch halbwegs intuitiv machbar. Bei OpenWRT sieht das allerdings ein wenig anders aus. Dort wird noch - aus Performancegründen - die ältere Samba-Version 2.0.irgendwas eingesetzt. Dummerweise gibt es erst ab Version 3 von Samba die Möglichkeit, die Encodings feiner einzustellen und UTF-8 zu verwenden.
Mein Setup sieht nach einigem herumprobieren also so aus, dass ich eine zwar unter Linux formatierte, aber unter Windows Vista befüllte (Vista wollte die Platte nicht selbst formatieren, warum auch immer ....) USB-Platte mit FAT32 an meinen Asus wl500gd angeschlossen habe.
Die Partiton der Platte habe ich dann ohne besondere Paramenter gemounted. (Ausprobieren hat aber ergeben, dass das "mount" von OpenWRT zwar die Option "utf8" akzeptiert und umsetzt, aber es nicht in der Ausgabe anzeigt.)
Anschließend wurden noch die Pakete "kmod-nls-cp850", "kmod-nls-iso8859-15" und "kmod-nls-utf8" installiert, wobei wohl nur die ersten beiden von Bedeutung sein dürften.
Die /etc/samba/smb.conf hat dann noch folgende Optionen verpasst bekommen:
client code page = 850 character set = ISO8859-1
und "schon" lief alles wie gewünscht.
Ja, man kann es noch weiter treiben. Da der Platz auf dem internen Flash doch ziemlich begrenzt ist und nach der Installation des EsounD auch ziemlich aufgebraucht war, ich aber noch Samba und andere Spielereien installieren wollte, brauchte ich mehr Platz. Aber dank USB gibt es auch dafür Lösungen. Nur leider hat der Router nur 2 USB-Ports, ich benötigte aber mit USB-Audio, Festplatte und dann auch noch dem USB-Stick 3 Ports. Daher war neben dem USB-Stick (64MB, Trekstor, Metallhülle, Zugriffs-LED, 10€) auch noch ein USB-HUB fällig (4 Ports, externe Stromversorgung möglich, sehr kompakt, 12€).
Softwareseitig war das ganze nicht allzu schwierig, denn das hatten schon andere vor mir ausprobiert. Im OpenWrt-Wiki gibt es eine Anleitung dazu. Leider gibt es bei dem von mir genutzen SquashFS-Image einige Probleme, die aber auch nicht das erste Mal auftraten und daher gibt es auch schon eine Lösung.
Danach habe ich dann erstmal Samba installiert und es läuft wie erwartet. Für eine tiefergehende Konfiguration habe ich bisher aber keine Zeit gefunden. Der Router läuft jetzt seit 4 Tagen stabil durch.
Nachdem ich mehrere Stunden versucht habe, selbst ein EsounD-Package zu bauen, was dann schlussendlich an Kompilierfehlern scheiterte, habe ich nochmals gegoogelt und dann tatsächlich doch vorkompilierte Pakete gefunden und zwar nicht von oder für OpenWRT, sondern von NSLU2, da dort aber die gleiche Hardwareplattform und Paketart verwendet wird, funktionieren diese Pakete auch unter OpenWRT. Benötigt werden libaudiofile und das eigentliche EsounD. Diese beide Pakete auf den Router laden und mit ipkg install *ipk installieren. Das Binary findet sich dann in /opt/bin. Mit /opt/bin/esd -d /dev/sound/dsp -tcp -public -port 16001 -nobeeps startet man dann einen esd, der im Netzwerk erreichbar ist. Idealerweise sollte man mit -bind noch eine IP angeben, an der gelauscht wird, damit nicht irgendwelche dunklen Gestalten aus dem Internet das Wohnzimmer mit Lärm fluten können 
Auf Clientseite kann man beispielsweise mpg123-esd als Player verwenden. Dazu setzt man mit export ESPEAKER=192.168.1.1 die IP (ggf den Port mit :16001 anhängen) des Servers und startet dann ganz normal mpg123. Wenn man sämtlichen Sound weiterleiten möchte macht man das am einfachsten in den Einstellungen von gstreamer mithilfe vom gstreamer-properties. Dort trägt man als »Ausgabe« »Benutzerdefiniert« ein und dann unter »Weiterleitung« »esdsink host=192.168.178.2«. Ein Klick auf »Testen« sollte dem Router ein piepen entlocken. Dann schließen und alle Programme, die gstreamer verwenden (fast alle) werden ihren Sound auf dem Router ausgeben.
Heute hatte ich noch etwas Zeit weiter dranrumzuprobieren. Zuerst habe ich, wie gestern angekündigt, das Erstellen eines Images aus dem SVN probiert; das Erstellen klappte problemlos, auch das flashen ging, aber es bootete nicht 
Im OpenWRT-IRC-Channel empfohl man mir, doch besser wieder ein stabileres Release, wie pre-rc5 oder rc4 zu nehmen. Das hab ich dann auch probiert und dann im rc4 die beim svn-build erstellten Soundmodule installiert. Nachdem ich dann auch das uhci-hcd Modul geinsertet habe, ging endlich der Sound am Router 
Ich habe dann noch eine Neuinstallation gemacht und das Image und die Pakete, die in dieser Anleitung genannt werden, verwendet, dann lief auch der mpd (Music Player Daemon).
Als letztes testete ich dann noch kurz WLAN mit WPA - und es ging. Der wpa_supplicant tat einmal authentisieren und ich bekam sogar per dhcp eine IP (noch von der für den Internetzugang zuständigen FritzBox).
Als nächstes werde ich dann den OpenWRT-Router zwischen FritzBox und Switch klemmen, dann soll OpenWRT auch DNS und DHCP übernehmen. Weiterhin ist geplant entweder irgendwo ein Paket für esd zu finden oder notfalls selbst eins zu bauen. Was man noch so machen könnte, wäre: apt-proxy, samba, nfs-server, der Netboot von LiveCDs oder Installationen und ein VPN-Endpunkt.
Ein weiteres tolles Feature wäre, beim Einstecken eines MP3-Player diesen automatisch mit neuer Musik zu versorgen.
In weiterer Ferne ist eine andere Idee: der Musikplayer läuft auf dem Router selbst, am Router hängt ein Bluetoothdongle und man kann den Player dann mit einem Bluetoothhandy steuern, aber dazu fehlt sowohl der Bluetoothdongle alsauch das passende Mobiltelefon.
Heute habe ich es endlich mal geschafft, OpenWRT (White Russian rc4) auf meinem Router zu installieren. Das Flashen war eigentlich recht einfach: Firmware downloaden, Stecker aus dem Router ziehen, Reset-Knopf drücken, Stecker wieder reinstecken, warten bis die Powerlampe blinkt, Resettaste loslassen, an den Rechner setzen und folgendes tippen: tftp »ip des routers«, dann tftp> binary, tftp> trace, tftp> put openwrt-brcm-2.4-squashfs.trx, dem Upload zugucken und dann warten bis die WLAN-Leuchte leuchtet, dann per telnet oder mit dem Browser auf den Router zugreifen. Der sinnvollste nächste Schritt ist, ein Passwort zu setzen. Dann war es aber auch schon fast vorbei mit der Euphorie, denn ich habe es nicht geschafft, WLAN mit WPA richtig einzurichten (Ich habe noch die Pakete nas und wl installiert). Der wpa_supplicant schaffte es irgendwie nicht eine dauerhafte Verbindung herzustellen:
...Feb 11 22:29:39.958809: Trying to associate with 00:15:f3:0a:aa:0d (SSID='mywlan' freq=0 MHz) Feb 11 22:29:40.195780: Associated with 00:15:f3:0a:aa:0d Feb 11 22:29:44.205988: CTRL-EVENT-DISCONNECTED - Disconnect event - remove keys Feb 11 22:29:44.207740: CTRL-EVENT-DISCONNECTED - Disconnect event - remove keys Feb 11 22:29:47.306635: Trying to associate with 00:15:f3:0a:aa:0d (SSID='mywlan' freq=0 MHz) Feb 11 22:29:47.522317: Associated with 00:15:f3:0a:aa:0d ...
Ich habe dann auch noch eine etwas neuere Version probiert, die sich mit pre-rc5 meldete. Aber auch damit habe ich keinen Erfolg gehabt.
Ich muss für USB-Soundunterstützung eh noch die Developmentversion selbst kompilieren, mal sehen, ob sich dann noch etwas tut.
Wie das Pakettracking von UPS schon erahnen ließ kam heute (Tageswechsel ist immer erst nach dem Aufstehen:) endlich das Päckchen. Bestellt hatte ich am Freitagmittag, die Versandbestätigung kam Freitagnachmittag. Wahrscheinlich damit UPS die Aufschläge für Express rechtfertigen kann, kam das Standardpaket erst am Dienstag.
Drin waren ein MP3-Player (Trekstor iBeat Rock 256MB), ein externes Festplattengehäuse für IDE-Platten zum Anschluss an USB und ein WLAN Router, genauer der Asus WL500G Deluxe.
Der MP3-Player funktioniert erwartungsgemäß und kann im Gegensatz zu meinem alten - inzwischen defektem - Player auch mp3s in Ordnern abspielen. Verbindung zum PC nimmt der Player per USB auf, wobei der Stecker am Player selbst in keiner Weise standardtisiert zu sein scheint.
Das Festplattengehäuse ist eine Icybox, die an den Seiten so eine Metallgitter hat und oben und unten eine Aluplatte. An der unteren wird die Festplatte mit vier Schrauben befestigt. Nach dem das Teil wieder zusammengeschraubt war und ich es einem ersten Funktionstest unterzog, fiel mir auf, dass die Platte dummerweise auch in dem externen Gehäuse nicht leiser war als im PC (diese Platte war übrig, weil sie gegen eine leisere Samsung ausgetauscht wurde). Die Festplatte wurde ebenso wie der MP3Player als Wechseldatenträger anstandslos von Linux erkannt und eingebunden.
Die wunschgemäße Inbetriebnahme des WLAN-Routers war etwas komplizierter. Also im Moment soll das Teil weniger routen, als vielmehr nur Accesspoint sein. Also hab ich den WAN-Port des Routers mit dem vorhandenen Switch verbunden. Dann ersteinmal eine unverschlüsselte Verbindung probiert, dann das Zugangspasswort geändert und mich dann an die WPA-Verschlüsselung gesetzt. Naja, jedenfalls ging es nach einigen Fehlschlägen und nach einigen Stunden dann endlich. Die ganzen technischen Details gibt es dann morgen.
Erstaunlich ist auch der Kabelsalat auf meinem Schreibtisch. Da sind dann Netzteile für Notebook, WLAN-Router und USB-Platte dazu dann noch USB-Kabel von Platte zu Router, von MP3-Player zu Notebook, Mauskabel und zusätzlich noch einige Netzwerkkabel zum WLAN-Router und Notebook.